Die Umleitung von Milchsäure (C₃H₆O₃) durch chemische Pumpen erfordert den Einsatz von Stopfdichtungen, die effektiv mit organischen Säuren arbeiten können, um langfristige Zuverlässigkeit und Minimierung von Leckagen zu gewährleisten. Milchsäure ist im Vergleich zu starken anorganischen Säuren relativ wenig aggressiv, erfordert jedoch dennoch Dichtungen, die chemikalienbeständig sind, insbesondere beim Umleiten von konzentrierten Lösungen.
1. Dichtungsmaterialien:
Stopfdichtflächen:
Keramik (Siliziumkarbid, Aluminiumoxid): Diese Materialien sind sehr verschleiß- und chemikalienbeständig, einschließlich organischen Säuren. Keramische Stopfdichtungen sind eine zuverlässige Wahl zum Schutz vor Korrosion und gewährleisten eine lange Lebensdauer in Milchsäuresystemen.
Graphit: Graphit ist ein gutes Dichtungsmaterial, da es beständig gegen Milchsäure ist, aber seine mechanische Festigkeit begrenzt ist. Graphit kann mit zusätzlichen Beschichtungen zum Schutz vor mechanischem Verschleiß verwendet werden.
PTFE (Teflon): PTFE ist eines der besten Materialien für den Umgang mit organischen Säuren wie Milchsäure. Es ist chemikalienbeständig, korrosionsbeständig und kann für verschiedene Dichtungselemente verwendet werden.
Edelstahl (316, 904L): Edelstahl funktioniert gut mit Milchsäure bei moderaten Temperaturen und Konzentrationen. Für aggressivere Betriebsbedingungen oder hohe Konzentrationen von Milchsäure können Stähle mit zusätzlichen Beschichtungen oder verbesserter Korrosionsbeständigkeit verwendet werden.
Elastomere:
FKM (Fluorkautschuk, Viton): Dieses Material ist gut beständig gegen organische Säuren, einschließlich Milchsäure. Es kann unter Bedingungen mit moderaten Temperaturen und Säurekonzentrationen verwendet werden.
EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer): EPDM ist eine gute Wahl für Dichtungen bei niedrigen und mittleren Konzentrationen von Milchsäure. Es ist beständig gegen organische Säuren bei niedrigen Temperaturen, aber seine thermische Beständigkeit ist begrenzt.
PTFE: Elastomere auf PTFE-Basis oder PTFE-Verbundstoffe können für Dichtungsringe verwendet werden, da PTFE eine ausgezeichnete chemische Beständigkeit gegen Milchsäure aufweist.
2. Arten von Dichtungen:
Mechanische Stopfdichtungen: Dies ist die optimale Wahl für chemische Pumpen, die Milchsäure umleiten. Mechanische Dichtungen sorgen für Dichtheit und verhindern Flüssigkeitsleckagen, insbesondere unter wechselnden Druck- und Temperaturbedingungen.
Nasslaufende Dichtungen: Können nützlich sein, um Dichtungen vor Überhitzung zu schützen, wenn die Temperatur der Milchsäure im System erhöht ist. Diese Dichtungen können mit einem Kühlsystem oder einer Schmierung ausgestattet werden, um die Lebensdauer zu verlängern.
Trockenlaufende Dichtungen: In einigen Fällen können trockenlaufende Dichtungen verwendet werden, wenn die Betriebsbedingungen ein Überhitzen vermeiden lassen. Diese Dichtungen sollten in stabilen Temperatur- und Druckbedingungen eingesetzt werden.
3. Konstruktion und zusätzliche Mechanismen:
Staubmanschetten und Schutzringe: Sie helfen, das Eindringen von Verunreinigungen in den Dichtungsbereich zu verhindern, was den Verschleiß reduzieren und die Lebensdauer der Dichtungen verlängern kann.
Schmier- und Kühlsysteme: Bei der Arbeit mit hochkonzentrierten Milchsäurelösungen oder bei hohen Temperaturen kann ein Schmier- oder Kühlsystem für Dichtungen erforderlich sein, um Überhitzung zu vermeiden und die Haltbarkeit zu verbessern.
Überwachung des Dichtungszustands: Der Einsatz von Sensoren zur Überwachung des Dichtungszustands kann dazu beitragen, Leckagen oder vorzeitigen Verschleiß zu verhindern und die Systemzuverlässigkeit zu erhöhen.
4. Betriebsbedingungen:
Temperatur: Milchsäure wird normalerweise im Temperaturbereich von -10°C bis 60–70°C verwendet, abhängig von der Konzentration. Die Dichtung muss diesen Temperaturschwankungen standhalten.
Säurekonzentration: Milchsäure wird häufig in verdünnten Lösungen verwendet (z. B. in der Milchindustrie), kann aber auch in konzentrierter Form vorliegen. Bei höheren Konzentrationen sind Materialien erforderlich, die chemikalienbeständig sind.
Druck: Die Dichtung muss für den Betriebsdruck ausgelegt sein, bei dem die Milchsäure umgeleitet wird. Der Druck ist in der Regel nicht sehr hoch, aber es ist wichtig, dass die Dichtung die Betriebslasten aushalten kann.
5. Empfehlungen:
Keramik, PTFE oder Graphit sind bevorzugte Materialien für die Stopfdichtflächen von Dichtungen, da sie eine hohe chemische Beständigkeit gegen Milchsäure aufweisen.
FKM (Viton) oder EPDM können für Elastomere bei moderaten Temperaturen und Milchsäurekonzentrationen verwendet werden.
Edelstahl 316 oder 904L sind gut für metallische Dichtungsteile geeignet, wenn die Konzentration der Milchsäure nicht zu hoch ist.
Fazit:
Die besten Materialien für Stopfdichtungen zur Umleitung von Milchsäure sind Keramik, PTFE, Graphit und Edelstahl. FKM und EPDM können für Dichtungsringe verwendet werden, insbesondere wenn die Säurekonzentration nicht hoch ist. Es ist wichtig, die Dichtung je nach Konzentration, Temperatur und Druck richtig auszuwählen, um eine zuverlässige Abdichtung zu gewährleisten und die Lebensdauer der Pumpe zu verlängern.
